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Marillenblüte in der Wachau

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Die Wachauer Marillenblüte und die Marillenernte ist ein Highlight in jedem Frühling für die gesamte Region der Wachau und für Marillenliebhaber von nah und fern. Die Wachauer Marille ist eine Wachauer Kulturpflanze mit jahrhundertelanger Tradition. Und es ist jährlich ein immer wieder kehrendes Highlight wenn die Marillenbäume ihre Knospen erblühen lassen und in voller Pracht ganze Hänge, Felder und Obstgärten bedecken. Es gibt in der Wachau Marillengärten in der Ebene, erhöht an Hängen, an sehr sonnigen Stellen und an windgeschützten Stellen. Das heißt die Marillenbäume blühen nicht alle auf einmal, sondern je nach Lage (Sonne, Wind, Höhe), nach Sorte zeitversetzt. In der Regel blühen die Bäume Ende März/Anfang April, die Marillenblüte dauert – eben nach Gegebenheit – in der gesamten Wachau verteilt bis zu 2 Wochen lang und sorgt jährlich für Tausende Besucher, die sich diesen wunderschönen und einzigartigen Anblick nicht entgehen lassen möchten.

Doch wie kam eigentlich die Marille in die Wachau?

Bereits um das Jahr 1890 wurde der Grundstein für den traditionellen Anbau der Wachauer Marillen gelegt, als die Bauern durch die Reblaus verwüstete Gebiete mit Marillenbäumen bepflanzten. Das spezielle Klima, die traditionelle Anbauweise, der besondere Boden und die für die Wachau typischen Temperaturen haben die Wachauer Marille zu jener Besonderheit gemacht, die sie bis heute ist.

Kriterien der echten Wachauer Marille

Die Marillenblüte in der Wachau ist, für alle die diese Spezialität aus Österreich lieben, ein großes EreignisDamit eine Marille zur echten Wachauer Marille wird und somit zur Marillenblüte beitragen kann, hat diese einige Kriterien zu erfüllen:

Sorte:

Die Marille muss einer der circa 20 alteingesessenen Sorten angehören. (z. B. der Sorte Klosterneuburger Marille oder Gelbe Wachauer)

Herkunft:

Die “Original Wachauer Marille” muss in einer der auserwählten Gemeinden der Wachau angebaut, gewachsen und geerntet worden sein.

Gütesiegel:

Etwa 200 Marillenbauern, die dem 2003 gegründeten „Verein Wachauer Marille“ angehören, dürfen Ihre Marillen mit dem Gütesiegel „Original Wachauer Marille“ kennzeichnen. Zur Wiedererkennung wird ein Logo verwendet, das den traditionellen Marillenpflückkorb, die Wachauer Marillenzistel, zeigt.
Um die Originalität der Wachauer Marille zu gewährleisten wurde sogar ein Verein gegründet, welcher heute unter dem Namen „Wachauer Marille“ bekannt ist und somit den Wiedererkennungswert dieser besonderen Steinfrucht als besondere Marke publik macht. Außerdem sorgt der Verein auch für die Kultivierung und den Schutz der Wachauer Marille.

Nach der Blüte folgt die Ernte

In der Wachau ist der Sommermonat Juli, indem die Marillenernte stattfindet, voll und ganz der beliebten Steinfrucht gewidmet. Straßenränder der Wachau findet man liebevoll geschmückt durch viele bunte Obststände vor, die nicht nur eine Augenweide darstellen sondern auch ein Fest für den Gaumen sind. Die leckeren Wachauer Marillen, aus verschiedenen Anbaugebieten der Wachau, werden frisch vom Baum angeboten. Auf den nach der Ernte stattfindenden Marillenfesten welche quer verteilt in der gesamten Wachau stattfinden, kann man sich an den verschiedensten Marillen-Erzeugnissen erfreuen und diese auch als Präsent mit nach Hause nehmen. Ob Schnaps, Marmelade oder Marillenknödel – die Produkte der Wachauer Marille gelten als besondere Geschenke, welche sich größter Beliebtheit erfreuen.

Gutes Essen mit allen Sinnen zu genießen: Das steht in unserem Alltag und in der heutigen Zeit für eine echte Auszeit. Damit beschäftigt sich auch dieser Blog, der sich mit den verschiedensten Geschmäckern beschäftigt.

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